Eugen Gabriel
Geboren am 3. Februar 1937 in Dornbirn. Von 1943 bis 1947 Besuch der Volksschule Dornbirn-Oberdorf und danach der Bundesrealschule Dornbirn, die er 1955 mit der Matura abschließt. Im selben Jahr inskribiert er an der Universität Wien Klassische Philologie, Germanistik und Philosophie und Sprachpsychologie, sowie ab 1957 zusätzlich Psychologie. 1958 dissertiert er bei Prof. Kranzmayer zum Thema: Der Vokalismus der Mundarten von Dornbirn, Hohenems u. Lustenau im Vorarlberger Rheintal und promoviert 1960 an der Universität Wien zum „Dr. phil.“. 1961 folgt das Staatsexamen in Latein und Deutsch, ab 1961 tritt er ein Forschungsstipendiat am Forschungsinstitut Marburg (Lahn) an, zugleich beginnt er mit der Arbeit am Vorarlberger Sprachatlas. 1963 ist Eugen Gabriel für sechs Wochen an der Universität Zürich als Mitarbeiter am Schweizerdeutschen  Sprachatlas (hg. von R. Hotzenköcherle) beschäftigt und mit der Einschulung der Exploratoren betraut. Februar 1963: Beginn der Erhebungen für einen künftigen Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein. Er erhält ein Forschungsstipendium des österreichischen Ministeriums für Unterricht und beginnt die Habilitationsarbeit bei Prof. Kranzmayer zum Thema Die Entwicklung der althochdeutschen Mundarten in den oberdeutschen Mundarten; gleichzeitig setzt er sein Psychologiestudium fort. 1965 schließt Dr. Gabriel mit den Aufnahmen für den Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein (= VALTS) an, und arbeitet an der Habilitationsschrift an der Universität Innsbruck weiter. 1966: Weiterführung der Aufnahmen für den VALTS sowie Fortsetzung der Habilitationsschrift in Marburg a. d. Lahn. Von 1967 bis 1969 ist Dr. Eugen Gabriel Universitätsassistent am Germanistischen Institut der Universität Wien; Abschluss der Habilitationsschrift, Abschluss der Aufnahmen für den VALTS. Habilitation in Wien mit der Venia legendi Sprache und ältere Literatur. Es entsteht der Plan für einen gesamtösterreichischen Sprachatlas nach dem Vorbild des Vorarlberger Sprachatlas. In dieser Zeit macht Eugen Gabriel die ersten Erhebungen für die Erstellung eines Fragebuches für die bairischen Mundarten in Österreich in allen Bundesländern Österreichs; Einschulung von Exploratoren. 1969 wird Eugen Gabriel Wissenschaftlicher Rat an der Universität Freiburg. Er entwirft den Plan für einen Südwestdeutschen Sprachatlas nach dem Vorbild des Sprachatlas der deutschen Schweiz. Zahlreiche Erhebungen in ganz Südbaden/Württemberg und Allgäu für die Erstellung eines Fragebuchs nach Schweizer Vorbild von R. Hotzenköcherle. 1975 erfolgt seine Ernennung zum Professor an der Universität Freiburg. Nach Genehmigung des Projektes Südwestdeutscher Sprachatlas 1975 übernimmt er die weitere Leitung und Aufnahme der Arbeit für den Südwestdeutschen Sprachatlas bis zum Abschluss 1983. Vorbereitung der Erhebungen der Aufnahmen für den künftigen VALTS, Erweiterung der Aufnahmearbeit für den VALTS in Westtirol bis einschließlich Zirl (bei Innsbruck) und in Südtirol bis einschließlich Passeiertal und das Burggrafenamt (Meran, Riffian, Lana). Vorlesungen und Hauptseminare zu den Bereichen: Mundartforschung, Phonemtheorie, Probleme der Semantik, Grammatiktheorie, Vergleichend-genetische Sprachpsychologie, Ausgewählte Probleme der Sprachpsychologie, Deutsche Namenskunde, Deutsche Wortgeschichte, Sprachphilosophie. 1994 Eintritt in die Frühpension. Weiterführung der Drucklegung des VALTS, der ab 1985 von der Vlbg. Landesregierung und dem Fürstentum Liechtenstein finanziert wird. 1996 Umzug nach Wangen im Allgäu. 2006 Abschluss der Drucklegung des VALTS. Rückkehr nach Dornbirn. Beginn der Arbeiten zur Grammatik der Dornbirner Mundart und am Kleinen Vorarlberger Sprachatlas im Auftrag von unartproduktion.
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Sprecher: Eugen Gabriel
Textdauer: 7 min 54 sek
Musik: Hering Marsal (arrangiert von Rolf Aberer, präsentiert vom Trio Fool & Flissig. 
Produktion: © www.unartproduktion.at 2008
Im Literaturradio seit: Dezember 2008
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Sprecher: Eugen Gabriel
Textdauer: 7 min 44 sek
Musik: Hering Marsal (arrangiert von Rolf Aberer, präsentiert vom Trio Fool & Flissig. 
Produktion: © www.unartproduktion.at 2008
Im Literaturradio seit: Dezember 2008